Die SHG zu Gast bei den Theaterfreunden Steinberg

Selbsthilfegruppe für Eltern mit behinderten Angehörigen besuchte die
Vorpremiere des Stücks „Der kahle Krempling“

Steinberg. Nur allzu gern folgten die Mitglieder der SHG, am vergangenen Freitag, der Einladung der Theaterfreunde Steinberg. Diese hatten wieder zur Vorpremiere ihres neuen Stücks „Der kahle Krempling“, von Peter Landstorfer, alle Mitglieder der Selbsthilfegruppe recht herzlich eingeladen und wie schon in den letzten Jahren wurde das Angebot auch in diesem Jahr sehr zahlreich angenommen. Schon bei der Ankunft im Gasthaus Baumgartner wurde man von den Akteuren willkommen geheißen und nach Bedarf wurde der ein oder andere Rollstuhl von den Schauspielern selbst über die Treppe zum Saal gehoben. Kurz nach 18.00 Uhr begrüßte dann die 1. Vorsitzende Birgit Moritz alle Anwesenden und gab nach einer kurzen Einführung die Bühne frei und wünschte allen noch viel Spaß mit dem „kahlen Krempling“. In der witzigen und leicht kriminalistischen Komödie wurde dem Publikum anschließend nahegebracht, welchen Weg manche Dinge nehmen könnten, wenn es zu guter Letzt nicht doch noch anders kommen würde. Die absolut gelungene Aufführung bestach wieder einmal durch die hervorragende Darbietung der Laienschauspieler sowie einer herrlichen Kulisse und so musste der ein oder andere am Ende der Vorstellung feststellen, das er seine Lachmuskeln doch etwas zu sehr strapaziert hatte und sich mit leichten Bauchschmerzen auf den Nachhauseweg machen musste. Wie auch in den vergangenen Jahren ließen es sich die Akteure erneut nicht nehmen, nach der Aufführung alle Behinderten bis hin zu den Rollstuhlfahrern, für ein gemeinsames Erinnerungsfoto, eigenhändig auf die Theaterbühne zu bringen. Hierbei ergab sich auch die Möglichkeit, einmal einen Blick hinter die Kulissen der Theaterbühne zu werfen. Abschließend saß man noch in geselliger Runde zusammen und unterhielt sich noch ausführlich über die blendende Vorstellung. Dieser Abend zeigte wieder einmal sehr eindrucksvoll, wie viel Freude ein Einfaches „Aufeinander-zu-gehen“ bringen kann.


Werner Kutscherauer
 



 


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